In unmittelbarer Nähe zu uns gibt es eine historische Keltenausgrabungsstätte und dort ein nachgebautes Keltentor. Weil der deutsche Name etwas zu hart klingt und wenig zu Dalmatinern passt, entschieden wir uns für die englische Variante – Celtic Gate’s. Meiner Meinung nach passt das auch eher zu einer Hunderasse, die nur international zu begreifen ist.
In meinen Augen ist der Dalmatiner ein sehr vielseitiger Hund. Dementsprechend möchte ich auch vielseitige Dalmatiner züchten und die guten Eigenschaften der Rasse – die über eine schöne Fleckverteilung hinausgehen – erhalten und fördern. Der talentierte Laufhund hat sich viele gute Eigenschaften eines Jagd- und Schweißhundes bewahrt. Leidenschaftliche und ausdauernde Spurensuche und auch das Apportieren zeigen viele Dalmatiner gerne. Gleichzeitig ist der sportliche Dalmatiner auch ein toller und anschmiegsamer Familienhund, der engen Anschluss an sein Rudel sucht. Eben ein vielseitiger Sportskamerad und treuer Familienhund für alle Lebenslagen.
Natürlich gehören auch die optischen Eigenschaften zu ihm. Das korrekte, harmonische Gebäude ist wichtig für ein rhythmisches und ausdauerndes Gangwerk und gesunde Gelenke. Gute Winkelungen, ein gerader Rücken, eine kräftige Hinterhand für kraftvollen Schub, ein muskulöser und kräftiger Körperbau, eine gute Vorbrust für parallele und gleichmäßige Bewegungen – all das sind Eigenschaften, die den mittelgroßen Dalmatiner unverwechselbar und charakteristisch machen.
Wenn mein Wahlspruch auf der Startseite "Zucht für Wesen, Gesundheit und Gebäude - gleichberichtigt wie drei tragende Säulen" lautet, dann ist das so zu verstehen, dass der Fokus auf allen drei Punkten gleichzeitig sein muss. Ich sehe keinen Sinn darin, das eine über das andere zu stellen. Mein Zuchtziel muss ein gesunder, wesensfester und harmonisch aufgebauter Dalmatiner sein, der ausdauernd, rythmisch und ermüdungsfrei traben kann.
Allen Unkenrufen zum Trotz ist der Dalmatiner eine gesunde Rasse. Eine lange Lebenserwartung und hohe Welpenzahlen sprechen für sich. Wir müssen alles dafür tun, dass das auch so bleibt.
Der Dalmatiner mit seiner markanten Tüpfelung ist ein athletischer und natürlich auch sehr ästhetischer Hund. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein Vollbluthund in vielerlei Hinsicht ist. Deshalb gehört für mich zur Zucht auch die artgerechte Beschäftigung und Haltung dazu.
Ausstellungen halte ich für wichtig für den Austausch und das Lernen voneinander. Sie sind seit jeher ein wichtiges Korrektiv, mit dem Rassekenner und –liebhaber sich für die Erhaltung und das Wohlergehen der Rasse einsetzen. Ich freue mich über die Showerfolge meiner Hunde, weil sie zeigen, dass auch andere Rassekenner die Qualität in meinem Hund erkennen. Aber maßgeblich für die Zucht sollten Showerfolge nie sein, höchstens Mittel zum Zweck.
Meine Verpaarungen plane ich sorgfältig. Ich möchte immer solche Hunde züchten, die ich jederzeit selbst gerne halten würde. Den Welpen möchte ich den bestmöglichen Start in ein langes, glückliches und aktives Hundeleben ermöglichen: Eine liebevolle Aufzucht mit vielen verschiedenen Eindrücken und bester Prägung durch spielerisches Lernen sind dafür das Fundament.
Den FCI-Rassestandard findet man auf vielen anderen Seiten, unter anderem auf der Seite des Deutschen Dalmatiner Clubs: Klick.
Aufzucht
In den letzten Jahren habe ich viele Zuchtstätten besucht und viele Eindrücke und Erkenntnisse für mich sammeln können. An dieser Stelle gebührt deshalb mein Dank auch erst mal den vielen verantwortungsvollen Züchtern für ihre Offenheit, die vielen Ratschläge und ihr langjähriges Engagement für die Rasse – das viel zu oft verkannt wird. Leider gibt es viel mehr Kritik als Lob, zum einen aus Neid, zum anderen, weil die Arbeit und die Mühe von außen leicht unterschätzt werden. Wenn man mittendrin steckt, versteht man viele Dinge besser. Deshalb also an dieser Stelle vielen Dank für die unermüdliche Arbeit der langjährigen seriösen Züchter und dafür, dass sie trotz allem am Ball bleiben. Denn eins ist klar – auf ihre Arbeit baut alles auf.
Gemäß den vielen guten Beispielen sind unsere Welpen in den ersten vier Wochen im Haus und lernen hier alle häuslichen Eindrücke und Geräusche kennen. Zusätzlich gibt es einen kleinen „Abenteuerparcour“ mit verschiedenen Materialien und Untergründen, die rascheln, klappern oder anderen Krach machen. Je mehr die Welpen in dieser Zeit kennen lernen, desto besser sind sie später auf neue Dinge und Situationen vorbereitet. Gleichzeitig sollen die Welpen nicht überfordert werden, sie sollen nicht gestresst werden, sondern spielerisch lernen – was im Grunde für das ganze Hundeleben gilt. Auch können hier erste Grundlagen für spätere „Arbeit“ oder ein Hobby gelegt werden, wie Apportieren oder das Kennenlernen der Pfeife.
Die Welpen wachsen überdies mit Katzen, anderen Hunden und vielen verschiedenen Menschen von groß bis klein auf. Ab der 5. Woche ziehen die Welpen je nach Witterung in ein gedämmtes und beheiztes Welpenhaus um, von wo sie jederzeit nach draußen können, um die „weite Welt“ zu erkunden. Auch hier gibt es für sie viel zu entdecken und zu erleben. Sie lernen ihre späteren Besitzer kennen und unternehmen die ersten kleinen Ausflüge an nahegelegene Gewässer mit dem Auto.
Ab der neunten Woche sind sie bereit für die große, weite Welt und hoffentlich bestens gerüstet für ein langes, aufregendes Leben. Das starten sie mit einem mitwachsenden Welpengeschirr, und die frischgebackenen Dalmibesitzer bekommen zusätzlich für ihre kleinen Schützlinge eine ausführliche Informationsmappe mit gesammeltem Wissen rund um Ernährung, Sport und Erziehung. Bei Fragen und auftauchenden Problemen bin ich auf Wunsch auch später immer für meine Welpenkäufer da.
So wie auch die Mutter mit Frischfutter ernährt wird, bekommen auch die Welpen zunächst so lange wie möglich die natürliche Muttermilch, die unersetzlich ist und der beste Schutz vor Krankheiten und Allergien. Zugefüttert werden die Welpen mit natürlicher Nahrung – Ziegenmilch, gutem Getreide und magerem Fleisch – denn die Ernährung mit frischer Nahrung mit all ihren Enzymen und sonstigen wertvollen natürlichen Bestandteilen ist durch industriell hergestelltes Fertigfutter nicht ersetzbar. Gemäß den Bestimmungen der deutschen VDH-Dalmatinerclubs werden die Welpen ab sechs Wochen AEP-getestet und später geimpft – wobei immer gilt: soviel wie nötig, so wenig wie möglich.