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Ernährung

Ernährung

Jeder von uns weiß, eine gesunde frische Ernährung ist das Standbein für eine gute Gesundheit. Den Hund füttern wir aber gerne mit industriell hergestelltem Fertigfutter. Ich kenne eigentlich kein anderes Tier, bei dem es so praktiziert wird. Die Marketingabteilungen der Fertigfutterhersteller haben ganze Arbeit geleistet – Glückwunsch! Aber traurig für die Spezies Hund. Die hat mit immer mehr Krankheiten zu kämpfen. Gelenkserkrankungen, Krebs, Allergien, Verfettung, Hautprobleme, Verdauungsstörungen etc. Auch das hat ihnen das enge Zusammenleben mit dem Menschen eingebracht.

Es ist kein Geheimnis: Die großen Fertigfutterhersteller sind Subunternehmen von großen Lebensmittelherstellern. Und auch klar, dass es hier nicht darum geht, ein besonders gutes Futter für Hunde herzustellen, sondern besonders gewinnbringend die Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie loszuwerden. Man denke nur an die Skandale aus der Ecke der Human-Nahrung. Glauben Sie wirklich, mit den Tonnen an Fertigfutter, die täglich zusammengemantscht und hocherhitzt werden, geht man besonders sorgfältig um? Wohl eher nicht, es handelt sich hier um besonders minderwertige Rohstoffe. Hinzu kommt, dass im Tierfutter immer noch Substanzen Platz finden, die krebserregend sind und in der menschlichen Ernährung verboten sind, wie Konservierungsstoffe (verbergen sich gerne hinter der Bezeichnung „EG-Zusatzstoffe“) und künstliche Vitamine (wie das umstrittene chemische Vitamin K3 – Menadion – dessen schädlicher Einfluss noch ungeklärt ist und das deshalb in Menschennahrung verboten ist, nicht aber in Tiernahrung; im Hundefutter wird es gerne eingesetzt, weil es günstig ist). Auch das für Fleischfresser schlecht zu verwertende Getreide, das in überwiegenden Mengen im Hundefutter enthalten ist, macht den Hunden zu schaffen.

Die Fertigfutterhersteller haben dazu gelernt und werben heute oft mit höherem Fleischanteil und natürlicher Konservierung mit Vitamin E. Vor allem kleinere Anbieter fertigen heute ein akzeptables Fertigfutter. Trotzdem ist und bleibt es Fertigfutter und wir können uns nie sicher sein, was wirklich drin ist und woher die Zutaten stammen. Die Texte sind Marketing- und PR-Texte und können nicht als ernsthafte Grundlage dienen, um sich mit den Produkten auseinander zusetzen.

Die Lösung ist, wenn man darüber nachdenkt, ganz einfach: Man stellt die Nahrung des Hundes selber aus frischen Zutaten her. Das ist viel simpler als man denkt. Der Mensch hat es schließlich Jahrtausende lang praktiziert und die Spezies Hund ist vor 2000 Jahren nicht eingegangen, weil es kein Trockenfutter gab. Sie können das Fleisch auch kochen, wenn Sie ein vorsichtiger Mensch sind. Aber nötig ist das nicht. Der Hund ist immer noch ein Beutegreifer und Karnivor und bestens auf die Ernährung mit frischem Fleisch eingestellt.

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Frische Nahrung für den Hund besteht aus folgenden Zutaten:

* Muskelfleisch (von Rind, Huhn, Lamm; auch Herz und Schlund)
* Innereien von diesen Tieren, v.a. Pansen und Leber
* auch: Blättermagen, Niere, Euter etc., wenn Sie es bekommen
* püriertes frisches oder gekochtes Gemüse und Obst (da bietet uns die Natur viele Salate und Kräuter, wie Brennessel, Löwenzahn, Quecke, Giersch, Bärlauch usw.)
* etwas Getreide, wie Kartoffeln, Nudeln, Haferflocken
* ab und an: Fisch, Milchprodukte, Eier
* Knorpel wie Luftröhre
* Kalzium-Lieferant (1x täglich): Eierschalen oder rohe fleischige Knochen (hier eignen sich für Anfänger v.a. Hühnerhälse, Karkassen und Flügel; auch große Rinderknochen – immer roh! Und für Fortgeschrittene: Hühnerschenkel, RFK von anderem Geflügel wie Pute und Ente; diverse Knochen von Lamm und Rind – dabei immer darauf achten, wie der Hund die Knochen verträgt und lieber nur Knochen von jungen Tieren nehmen, da diese weicher sind)

Ergänzt wird das ganze durch eine sparsame und sinnvolle Auswahl an Zusätzen. Standard ist bei uns eine Algen-Kräuter-Mischung (Alge ist Kelp, Jod-Bedarf) und hochwertige, kalt gepresste Öle. Hinzu kommen je nach Jahreszeit oder Kur (z.B. Winter, Fellwechsel, für die Gelenke): Kokosöl, Kokosraspeln, Knoblauch, Ingwer, Grünlippmuschelmehl und MSM, andere Algen wie Chlorella und Spirulina etc.

Warum ich so von dieser Fütterung überzeugt bin? Maxi hatte als junger Hund diverse Hautprobleme und litt an einer saisonalen Allergie. Sie hatte Flecken im Fell und kratzte sich in den Sommermonaten Hals und Brust total auf (Hot Spots), es war schrecklich. Die Schulmedizin hatte nicht die leiseste Ahnung, was zu tun war. Ich habe mich informiert und bin auf Anraten zu einer Tierheilpraktikerin gegangen. Außerdem habe ich das Futter umgestellt und gehe sparsamer mit Impfungen um. Seit mehreren Jahren ist Maxi beschwerdefrei. Sie hat ein schönes dichtes Fell ohne rote Stellen oder ähnliches. Sie ist einer Top-Verfassung und hat eine gute Verdauung. Viele Menschen waren kritisch – ich auch. Doch diese Erfahrung hat nicht nur mich restlos überzeugt.

Besonderer Dank gilt einer ganz besonderen Frau: Swanie Simon. Swanie ist der Motor für die Verbreitung der Ernährung „Barf“ hier in Deutschland. Und ich glaube, wir können sehr froh sein, dass sie sich nicht für ein anderes Land auf dieser Welt entschieden hat. Ihre Internetseite ist ein wahrer Schatz an Wissenswertem über Hunde und insbesondere Rohfütterung: www.barfers.de. In dem von Ihr betriebenem Forum herrscht immer ein reger Austausch über die aktuellen Themen der Gesundheit, Ernährung und Verhalten und Erziehung von Hunden und Katzen: www.gesundehunde.com.

 

 
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